„Ich bin von einer Handvoll verrückter Deutscher ins’ Leben zurückgeliebt worden.“ Schreibt Jacqueline Lair in ihrem Buch  
„Von mir aus nennt es Wahnsinn“.

Und damit sind wir bei unserem Anliegen, hier auf dieser Seite. Wir sind so verrückt und so verbohrt, daß wir denken, daß man die Liebe, Wärme und Zuneigung, die uns in der Therapiezeit so geholfen hat, mit diesem Medium Internet, weiter tragen kann.

Sehen wir diese Seite an als Blaupause für ein Netzwerk in der Realität, das  Vermittler ist für reale Kontakte in der Wirklichkeit. Stellt es Euch vor wie eine Bahnhofsplattform, auf der man sich trifft, um dann, für eine Weile, gemeinsam miteinander weiterzureisen. Und wieviel vergnüglicher und kurzweiliger ist eine Reise, auf der man Gesellschaft hat und nicht allein ist. 

Frei nach Dan Casriel: A Click away from happiness

Herrenalb, das bedeutet für uns nicht nur Therapie vom Morgenspaziergang bis zur Drei-Lichter-Meditation, nicht nur Bonding, Rückenschule und Medizinkreis, so herausfordernd und sinnvoll auch jedes einzelne für sich gewesen ist – das, was für uns unvergesslich bleiben wird, ist die Therapeutische Gemeinschaft. Die Wärme, Nähe und Zuneigung, die uns dort verbunden hat, hat es erst ermöglicht, einen neuen Weg zu wagen.

Die Hand, die mir Gerhard morgens beim Sammeln für den Kleinen Spaziergang reichte, der Platz, den mir Johannes für das Forum reservierte, die Zeit, die sich Monika für mich nahm, wenn mir mal wieder etwas quer lag, Stehbonding zu viert oder zu fünft, das alles wurde für mich zu einer Wolke aus Licht und Wärme, die es mir ermöglichte, das, was ich nicht mehr brauchte, zurückzulassen und neu anzufangen.

                                         

Als ich von Herrenalb zurückkam in das Chaos meines uneingerichteten Lebens, hatte ich das brennende Bedürfnis die wohltuende Geborgenheit, die ich in der Patientengemeinschaft erlebt hatte, in meinen Alltag hineinzutragen. Und dann kam die zündende Idee, mit Hilfe einer Homepage eine Möglichkeit zu schaffen, um den Kontakt zu anderen Ehemaligen aufrechtzuerhalten. Ich hatte mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen, ja, aber trotzdem ging bereits im nächsten Frühjahr die Homepage ins Netz.      
. . .und läuft seit dem, immer wieder ein bißchen überarbeitet und aufgefrischt.


 

 
 


 

Liebe Ehemalige, liebe Herrenalber, liebe Mitpatienten!

Herzlich willkommen, schön, daß Ihr hier auf den Seiten der Ehemaligen vorbeischaut. Vorrangiges Ziel der Homepage ist es, ein Netzwerk aufzubauen, daß es euch ermöglicht, nach dem Klinikaufenthalt den Kontakt mit Mitpatienten aufrecht zu erhalten, oder auch neu zu knüpfen. Vielleicht gibt es ja einen Ehemaligen Herrenalber, der gerade die Straße hinunter wohnt und genauso mit den Herausforderungen der Nach-Klinik-Phase zu kämpfen hat wie ihr? Und gemeinsam ist es nur noch halb so schwer, das wissen wir von der Zeit in der Klinik. Denkt ihr auch noch manchmal an die Blaue Lagune zurück, oder war es die grüne? Ich bin in solchen Sachen nicht so gut. Da hat man immer jemand zum reden gefunden und war nicht allein und das hat es eben doch leichter gemacht.

Darüber hinaus findet ihr auf den Seiten Infos rund um die Meetings, Herrenalb, die Klinik, den Förderverein, Therapieformen und was uns oder euch sonst noch so einfällt oder wichtig sein könnte.

Noch einmal zum Netzwerk. Wir stellen uns eine Adresskartei vor, nach Orten, sprich PLZ sortiert, in der ihr Euch, wenn ihr das wollt, anonym, z. B. mit eurer mail-adresse eintragen und so auch Kontakt aufnehmen könnt. So könnt ihr neue Leute kennenlernen, ohne eure Privatsphäre gleich preisgeben zu müssen.

Es gibt noch eine Leseliste, die ihr gerne ergänzen könnt, eine Sammlung von Texten – nein, nicht zum Aufwachen, ihr seid ja alle schon auf dem besten Wege, das ist mir klar – aber manchmal kann ein Spruch, ein kleiner Artikel doch etwas so prägnant in Worte fassen, daß es die Sache trifft und bei einem ankommt.

    Wie dieser Spruch z. B. (er ist von Luciano De Crescenzo):

        Wir sind Engel mit
          nur einem Flügel; um
            zu fliegen; müssen wir
                umarmt bleiben.

                                                                        Schön oder?